about

Thomas Feyerabend ist Tänzer, Performer und Choreograph und befragt in seiner Arbeit männlich gelesene Körper nach traumatischen Einflüssen, sucht historische Perspektiven für ihr Gewaltpotential und forscht nach Visionen friedfertiger maskuliner Qualitäten. Er produzierte und performte im Laufe der letzten drei Jahre das Duo triple helix (2019) und die Solo Performance brainstorm (2020) u.a. in Berlin, Barcelona, Wuppertal, Wien und Den Haag. Mit der Compagnie Orval ist mit ca. 60 Vorstellungen jährlich auf Tournee und realisierte 2020 das Projekt NIEMAND - Jeder Mensch ein Träumer. In Kooperation mit C. Tomaschewski und M. Saß entwickelte er 2021 die Online-Ausstellung „Coriolis“ zu Auswirkungen räumlicher Begrenzungserfahrungen. Mit Deep waters (2022) begann er die Forschung zu transgenerationalen Spuren in unseren Körpern heute. Er war Stipendiat des Land NRW, der GVL und Fonds Darstellende Künste. Er arbeitete u.a. mit M. MacDonald, I. Arrue-Mauleon, R. Barendsma und M. Camilo. Er lebt in Berlin.
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Foto: Friederike Heine

Meine Arbeiten beschäftigen sich mit patriarchalen Strukturen und forschen zu Visionen friedfertiger maskuliner Qualitäten. Mit performativen Zugängen und somatischen Ansätzen, Sounds, Stimme, Licht und Video erarbeite ich ganzheitliche Narrative in surrealistischer Ästhetik und entwickle Strategien des Nicht-Tuns und Nicht-Wissens. Dies führt mich zu Kooperationen mit Musiker*innen, Performer*innen, Lichtdesigner*innen, Filmemacher*innen und zu Menschen diverser geschlechtlicher Identitäten. Ich forsche mit ihnen nach Räumen der Erinnerung, Bildern und Ahnungen. Erben aus der Vergangenheit erhalten eine Einladung ins Dasein, Container, Ermutigungen. Wir scheitern und atmen durch verdrängtes Land; neue alte Erscheinungen unendlicher Helices. Ich verstehe meine Arbeit in einem Kontext patriarchaler Strukturen, die lebendig fühlende Anteile unseres Selbst zurückdrängen und dominierende, heroisch vereinsamende Narrative des Mangels erzeugen. Dies bringt mich dazu, patriarchale Einflüsse in jede*m von uns anzuschauen und in Räumen der Stille und Atmosphären der unterstützenden Weichheit Momente der Auflösung zu suchen. In meiner Arbeit als Tänzer und Performer arbeite ich mit diversen Formaten und Mitteln und forsche nach verbindenden Schichten, die in performativen Räumen zu morphenden Zwischen-Körpern transformieren.